Zur Geschichte des Adlersaals

Veranstaltungen im größten Nieukerker Saal

 

Der Adlersaal ist seit hundert Jahren eine tragende Säule im gesellschaftlichen Leben Nieukerks. In diesem größten örtlichen Saal fanden viele Jahrzehnte lang Veranstaltungen aller Art statt. Der erste Wirt Johann Kleinkuhnen drängte die örtliche Behörde im Jahre 1904 zur baldigen Bauabnahme, da bereits folgende Festlichkeiten angemeldet waren:

 

Gesangverein Concordia Theater
Dekanatstreffen
25 jähriges Lehrerfest des Hauptlehrers Jansen
Kegelgesellschaften
Turnverein
Theater des Kriegervereins am Kirmesmontag
50 jähriges Jubiläum der Eheleuten Fonken

 

Vielfältige und verschiedenartige Feste haben schon immer hier stattgefunden und machten den Saal zu einer festen, örtlichen Größe. Noch um 1960 sah die jährliche, übliche Festfolge 30 Veranstaltungen vom 1. Januar bis Aschermittwoch in enger Reihe vor. Karnevalssitzungen, Casinobälle und Schützenfeste waren die glanzvollsten und größten Veranstaltungen. Hinzu kamen über das ganze Jahr verteilt Jahreshauptversammlungen einer Vielzahl von Vereinen mit den anschließenden geselligen Abenden, Pilgerzüge, die hier einkehrten, die Kegelclubs, die seit Bestehen des Saales hier täglich die Kegelbahn zur Verfügung hatten. Außerdem war die Gaststätte Johann Kleinkuhnen von Anfang an Vereinslokal des Turnvereins Nieukerk, dessen Gerätschaften bis zum Bau einer Turnhalle hier untergestellt waren.

 

Der Saal wurde im Jahre 1903 an der Dennemarkstraße, damals Niederstraße 255, im Anschluß an das Wohnhaus und die darin bereits bestehende Schenkwirtschaft erbaut. Die Jahreszahlist heute noch in seinem Giebel zu sehen, darüber befand sich ehedem ein eisernes Kreuz. Auf einem Podest thronte schon damals und auch heute noch der preußische Adler, der dem Saal seinen Namen gab. Zur Vergegenwärtigung des Zeitgeistes sei bemerkt, dass erst einige Jahrzehnte zuvor, nämlich im Jahre 1871 der Preuße Bismarck für die Gründung des deutschen Reiches gesorgt hatte und ein preußisch-deutscher Zeitgeist herrschte. Der Kriegerverein Nieukerk, dessen Emblem der Orden vom Eisernen Kreuz war, hielt die Erinnerung an den siegreichen deutsch-französischen Krieg von 1870/71 und die damals erfolgte Reichsgründung in Ehren. Er wählte die Restauration Johann Kleinkuhnen zum Stammlokal.

 

Die letzten 40 Jahre

Bis 1963 wurde der Gaststätten- und Saalbetrieb von der Familie Kleinkuhnen in Eigenregie geführt, in den folgenden 20 Jahren aber an die Familie Peschken, Wlodarzik und Hormanns verpachtet. 1981 wurde der Saal an Hans Till verkauft. Glücklicherweise wurde der Adlersaal 1992 beim Brand der angrenzenden Gaststätte so gut wie gar nicht in Mitleidenschaft gezogen.

 

1994 beschloss der Gemeinderat den Kauf des Gebäudekomplexes einschließlich der dazu gehörenden Flächen. 1995 begann die aufwendige Renovierungsarbeit weitgehends durch die im Trägerverein angesiedelten Vereine. Nach nur 20 Monate dauernder, gründlicher Renovierung wurde der Saal am 4. Juli 1997 offiziell eröffnet. Verantwortlich für die Untehaltung und Belegung ist seitdem der neu ins Leben gerufene “Trägerverein Adlersaal 1997 e.V.”

 

Der Adlersaal ist nun ein Jahrhundert lang eine im örtlichen Bewußtsein  verankerte, traditionsreiche Stätte der Begegnung gewesen, an die sich familiäre Erinnerungen und Vereinsgeschichte knüpfen. Sein Erhalt und seine Weiterführung als Begegnungsstätte ist schon allein aus Gründen der Tradition wünschenswert. Diese Wünsche zu erfüllen hat sich der Trägerverein Adlersaal 1997 e.V. auf seine Fahne geschrieben. Eine Vielzahl von Festlichkeiten hat der Adlersaal seitdem erlebt, z.B.:

 

Neujahrskonzert
Feuerwehrball
Karnevalsveranstaltungen
Parteiempfänge
Oldie-Night
Mundart-Theater
Kindertheater
Tanz in den Mai
Schützenfest
Abifeten
Pilgerübernachtung
Trommlerfest
Hobbybörse
Senioren-Nachmittag
Vogelausstellung
Kaninchenausstellung
Martinskonzert
private Festlichkeiten

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